Von Monochrom zu Polychrom

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Ich habe den Schritt gewagt: ein Linolschnitt, der nicht als Ergebnis einen einfarbigen Druck hervorbringt. Das brauchte allerdings auch ein bisschen Mut, denn jede weitere Farbe bedeutet, dass vom Linolschnitt etwas weggenommen wird. 

Der Druck ist also nicht als solcher beliebig reproduzierbar.

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Erst war mir ein wenig bange davor, dann war es aber fast ein Gefühl der Erleichterung, eine Freiheit, einfach etwas loszulassen, etwas Einzigartiges entstehen zu lassen.

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Dazu kommt, dass man vorher eine sehr genaue Vorstellung haben muss, wo welche Farbe und Form entstehen soll, denn zum Beispiel der Schnee auf den Hagebutten konnte ja nicht später hinzugefügt werden, sondern er war das erste, das von der Platte entfernt wurde, damit das Bild an dieser Stelle weiß blieb.

Der Arbeitsprozess war großartig, es hat sehr viel Spaß gemacht, hat schon fast was therapeutisches:).

Außerdem konnte man experimentieren mit unterschiedlichen Papieren und unterschiedlichen Farbanteilen, sowie auch Farbmengen. Ich habe festgestellt, dass ich einen Hang zum zweiten oder dritten Druck habe, wenn schon Farbe an den ersten Druck abgegeben wurde.

Interessant ist auch, wie sich die Oberfläche im Laufe des Prozesses veränderte und ebenfalls  Struktur hinein brachte, natürlich ebenfalls beeinflusst von der des Papiers.

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14 Gedanken zu “Von Monochrom zu Polychrom

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